Das Dideldum

 

Es streift durchs Dorf ein Dideldum

und schaut sich dort verwundert um:

Die Leute, alle schlecht gelaunt,

sie haben mürrisch es bestaunt:

„Hau ab!“ geraunt.

 

So zog es weiter durch das Land,

bis es ein offnes Stadttor fand:

Die Bürger, abgehetzt und blass,

vertrieben es mit Wut und Hass.

Nicht nett war das!

 

Nun ging es weiter bis ans Meer.

Die Menschen dort, auch sorgenschwer,

sie haben ihm ihr Leid geklagt,

kein einzig Lächeln mehr gewagt,

es fortgejagt!

 

Verblüfft verharrt das Dideldum:

Schaut niemand mehr nach ihm sich um?

Ein Kindlein spielt im weißen Sand,

hält eine Muschel in der Hand,

die dort es fand.

 

Das Dideldum prescht mutig vor:

„Halt deine Muschel dicht ans Ohr!“

Das Kindlein staunt und wie es lacht!

Das hat das Dideldum vollbracht,

gib auf es acht!

 

Sein Lachen trägt vergnügt das Kind

dorthin, wo andre Kinder sind,

selbst Große hat es aufgeweckt,

mit seiner Freude angesteckt!

Der Tag? Perfekt!

 

hh

 

 

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