2. Das Geheimnis des Früchtetragens

     „Hallo, Pluster!“ Der Apfelbaum reckte und streckte sich ein wenig und raschelte mit seinen Blättern.  „Wenn du möchtest, kannst du dich gern ein bisschen in meiner Krone ausruhen“, lud er die dicke weiße Wolke am Himmel ein.

     „Danke, das ist sehr freundlich von dir. Wunderschöne rotbackige Äpfel produzierst du da und so viele!“

     Angesichts dieses Lobes wurden einige Äpfel noch röter. „Ja, ich gebe mir große Mühe! Es ist mein Beruf, weißt du,  aber eigentlich noch viel mehr, es ist Berufung. Verstehst du? Berufung! Es ist meine Aufgabe!“

     „Und dann? Was machst du mit all deinen schönen Äpfeln?“

     Der Baum ließ einige seiner reifen Äpfel ins Gras fallen. „Ich verschenke sie; jeder, der vorbeikommt, darf sich bedienen.“

     „Du bist sehr reich!“

     „Weil ich so viele Äpfel habe?“

     „Nein, weil du das Geheimnis des Früchtetragens kennst!“

 

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